Du kannst mehr Mathe, als du denkst: Mathe malen

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Du kannst mehr Mathe als du denkst


Mathe malen

Dass Mathematik und Kunst sich nicht ausschließen, zeigte ein Unterrichtsprojekt am Bonner Kardinal-Frings-Gymnasium. Neben dem regulären Unterricht widmeten sich dort Schülerinnen und Schüler der Aufgabe, berühmte Mathematiker zu portraitieren. 

Vorgegeben wurde, dass in jedes Portrait der Name, die Lebensdaten und die Formeln des jeweiligen Mathematikers eingearbeitet werden. 

Schülerinnen und Schüler verschiedener Klassen und Jahrgänge bildeten Gruppen und arbeiteten im Kunstunterricht von Lehrerin Marietheres Hessel mit farbigem Papier, Tuscheschreiber, Buntstiften und Scheren. Zudem konnten sie für ihre Kunstwerke auch andere Materialien wie Spraydosen, Folien und unterschiedliche Collagematerialien verwenden.

Das Projekt wurde von der Mathematiklehrerin Simone Bruns gemeinsam mit ihren Kollegen Dr. Ralf Niecknig, Mathematiklehrer und Vorsitzender der Fachgruppe Mathematik, und Marietheres Hessel, Kunstlehrerin, entwickelt und realisiert. Ihr Anliegen war es, den Mathematikunterricht mit dem Kunstunterricht zu verbinden und so den Schülerinnen und Schülern einen neuen und lebendigeren Zugang zur Mathematik zu ermöglichen.

                                                                                                                         

Jakob I. Bernoulli 
(von Sarah Bendisch, Natalia Barwich und Sabrina Frins, Jgst. 12)

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Der Name Bernoulli verlangt nach Präzision, denn die Familie aus Basel brachte in drei Generationen acht hervorragende Mathematiker hervor. Sie dominierte gemeinsam mit Größen wie Newton oder Leibniz die Mathematik und Physik des 17. und 18. Jahrhunderts. Da die meisten die gleichen Vornamen trugen, wurde ein Nummerierungssystem eingeführt, das mit Jakob I. begann. Jakob I. Bernoulli war Professor für Mathematik an der Universität Basel und hat wesentlich zur Entwicklung der Wahrscheinlichkeitstheorie (Beschreibung zufälliger Ereignisse und ihrer Modellierung) beigetragen.

                                

Kurt Gödel 
(von Lea Orth und Anna Kuklinski, Jgst. 12)

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1931 veröffentlichte ein unbekannter, 25- jähriger Mathematiker einen Artikel zu den mathematischen Grundlagen, der seine Kollegen zu der Einsicht zwang, dass Mathematik nie logisch vollkommen sein würde (seine sogenannten Unvollständigkeitssätze). Eine von Gödels Feststellungen besagt im Kern, dass es immer Fragen in der Mathematik geben wird, die nicht beantwortet werden können.

                                                                 

Adam Riese 
(von Sophie Krause, Viktoria Urbach, Luisa Sprenker, Viktoria Lohner und Amelie Gabriel, 8d)

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Adam "Ries" oder "Riese", der deutsche Rechenmeister, der jedem Schüler schon in dem Ausspruch "nach Adam Riese" in Zusammenhang mit den Grundrechenarten begegnet ist, verfasste mehrere Rechenbücher in deutscher Sprache statt wie damals üblich in lateinischer. Er gilt als Vater des "modernen Rechnens" und hat entscheidend dazu beigetragen, dass sich die heute üblichen arabischen Ziffern gegen römische Zahlzeichen durchsetzten.

                                                                 

Pythagoras
(von Loenie Dissemont, Nora Klier und Julia Shnayder, 10c)

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Pythagoras von Samos ist eine der geheimnisumwittertsten Gestalten der Mathematik. Über Leben und Werk des Philosophen gibt es keine Zeugnisse aus erster Hand, daher ranken sich Mythen und Legenden um seine Person. Er sammelte seine mathematischen Kenntnisse 20 Jahre auf Reisen durch die gesamte antike Welt. In Süditalien ließ er sich nieder und gründete den pythagoreischen Bund, im Grunde eine religiöse Gemeinschaft, deren Gottheit die Zahl war und deren Mitglieder zur Verschwiegenheit verpflichtet waren.

                                           

Alan Turing
(von Jan Karbach, Marco Wagner und Jan Feder, 8c)

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Der Brite Alan Turing war Logiker und Kryptoanalytiker (Kryptoanalyse = Wissenschaft von der Entschlüsselung ohne Kenntnis des Schlüssels). Im zweiten Weltkrieg war er maßgeblich an der Entschlüsselung der Enigma beteiligt. Heute gilt er als einflussreichster Theoretiker der frühen Computerentwicklung. Daher ist nach ihm der Turing-Preis benannt, eine der bedeutendsten Auszeichnungen in der Informatik. 1953 entwickelte Turing eines der ersten Schachprogramme.

                                             

Franciscus Vieta
(von Lisa Eidam, Angela Frings, Joana Abel, 10c)

???aural:Bildanfang???06.Vieta - Collage???aural:Bildende???Für die Nullstellenbestimmung von quadratischen Gleichungen lernen Schüler ab der Mittelstufe die "p-q-Formel" oder den "Satz von Vieta". Doch wer weiß schon, dass sich hinter diesem Namen der französische Rechtsanwalt  François Viète verbirgt, der seinerzeit persönlicher Berater des Königs war. Mathematik war eigentlich nur eine Nebenbeschäftigung und dennoch wurde er einer der wichtigsten Mathematiker seiner Zeit. Als "Vater der Algebra" führte er das Rechnen mit Buchstaben/ Variablen und Symbolen (für Rechenoperationen) ein.
           


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