Chemielaborant
"Ich wollte keinen typischen Bürojob."
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Antje Steffens (22) macht eine Ausbildung zur Chemielaborantin. Bundesministerium für Bildung und Forschung???aural:Bildende???
Chemielaborantin Antje Steffens hatte schon immer Spaß an Mathematik und anderen naturwissenschaftlichen Fächern – in ihrem Beruf profitiert sie davon. Manche quält die Entscheidung jahrelang, andere finden ihre wahre Berufung nie. Doch es geht auch anders. Schon in der 12. Klasse war für Antje Steffens sonnenklar: Sie wollte Chemielaborantin werden. Ihre Zielstrebigkeit zahlte sich aus. Bereits ein Jahr vor ihrem Abitur hatte sie ihren Ausbildungsplatz sicher. Im September 2005 startete sie und schon im April 2008 schloss sie die Lehre ab, ein halbes Jahr früher als üblich. Das erklärt sich auch durch ihre hohe Motivation: "Ich wollte nicht nur vor dem PC sitzen, keinen typischen Bürojob, sondern ein abwechslungsreiches Tätigkeitsfeld. Genau das bietet mir dieser Beruf."
In der Berufsschule wurde dazu vor allem technische Mathematik vermittelt. "Dreisatz ist Grundsatz", sagt die 22-Jährige. Aber auch Standardabweichungen und Mittelwertberechnungen gehören zu ihrem mathematischen Handwerkszeug. Heute ist Antje Steffens vor allem in der Analytik tätig, misst pH-Werte, testet Parameter aus und hilft bei der richtigen Zusammensetzung von Arzneimitteln – alles auch mit Mathematik. Zu ihrem Alltag gehören aber genauso die Wartung von Geräten, Meetings mit Kollegen und das Bearbeiten von E-Mails – ein bisschen Büro muss dann doch sein.
In einigen Jahren kann sie sich vorstellen, noch ein Studium an die Ausbildung dranzuhängen: Chemie oder Lebensmittelchemie mit Bachelorabschluss würde sie sehr interessieren. Allen angehenden Azubis gibt sie noch etwas Entscheidendes mit auf den Weg: "Es geht nicht ohne Mathe." Mathematik, Physik, Chemie und Biologie kommen immer wieder in ihrem Beruf vor. Interesse für diese Fächer sollte man auf jeden Fall mitbringen.
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