Du kannst mehr Mathe, als du denkst: Feinwerkmechaniker

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Du kannst mehr Mathe als du denkst


Feinwerkmechaniker

"Ich fräse einfach echt gern."

???aural:Bildanfang???01_Berufe:FeinwerkmechanikerJulia Maracke (17) macht eine Ausbildung zur Feinwerkmechanikerin. Bundesministerium für Bildung und Forschung???aural:Bildende???

In der Schule hat sich Julia Maracke wenig für Mathematik interessiert – heute sieht die angehende Feinwerkmechanikerin das anders. Löten, feilen und fräsen – das klingt nach schweißtreibender Arbeit. Julia Maracke ist das genau recht. Für sie war wichtig: keinen reinen Bürojob, bitte! Seit August 2007 ist die Hamburgerin nun Auszubildende zur Feinwerkmechanikerin. Mit ihrer Berufswahl lag die 17-Jährige offensichtlich absolut richtig. Denn ihre Arbeit macht ihr großen Spaß. 

Auf den passenden Ausbildungsbetrieb war Julia durch ihr Hobby aufmerksam geworden – den Modellbau. So entdeckte sie den Hamburger Betrieb für feinmechanischen Modellbau. In ihrer Ausbildung lernt sie, für große Containerfrachter, riesige Passagierschiffe und aufwändige Yachten sogenannte Funktionsmodelle zu bauen. Die meiste Zeit ihres Arbeitstages fräst, dreht, lötet und feilt sie an Pollern, Geländern und Winden aus Metall, damit die Nachbildung so exakt wie möglich wird. Dreieinhalb Jahre dauert die Ausbildung, in der auch Mathematik eine wichtige Rolle spielt. 

Mathe war früher in der Schule, wie die angehende Feinwerkmechanikerin sagt, "gar nicht so mein Ding". Bei der alltäglichen Arbeit bereitet ihr der Umgang mit Zahlen aber keine große Mühe. Maßstabsumrechnungen und Überschlagsrechnungen für den Materialbedarf gehören für sie einfach dazu. "Wir haben das mal überschlagen. Ungefähr ein Drittel meiner Arbeitszeit hat mit Rechnen zu tun." In der Berufsschule lernt Julia in den zwei Doppelstunden Mathematik pro Woche außerdem verschiedene Hebelgesetze und das Berechnen von Volumen. Und aus eigener Erfahrung weiß sie: "Gut mit Zahlen umgehen – das sollte man generell schon können."


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