Uni oder Fachhochschule?
Grundsätzlich gilt: Auf Lehramt könnt ihr Mathematik nur an der Universität studieren, nicht an der Fachhochschule. Sowohl Universität als auch Fachhochschule bieten euch neben den Grundlagen für alle Abschlüsse zahlreiche Spezialisierungsmöglichkeiten. Eher wissenschaftlich und forschungsorientiert geht es dabei an den Unis zu, während die FHs praxisbezogener sind.
Wenn ihr euch für das Studienfach Mathematik entschieden habt, dann steht ihr vor einer weiteren Frage: An welcher Hochschule wollt ihr studieren und welche Richtung wollt ihr einschlagen? Verfügt eine Fachhochschule über das richtige Profil – oder doch eher eine Universität? Beide Hochschulformen bieten neben Grundlagenlehre auch Spezialisierungsmöglichkeiten und bereiten Studierende mit ihrem Ausbildungsangebot auf die Anforderungen der Wirtschaft vor. Dennoch gibt es einige wichtige Unterschiede.
Den eigenen Weg finden: Mathematik an der Uni
An der Universität gestaltet ihr euer Studium weitgehend selbstbestimmt. Das gilt besonders nach dem Grundstudium, wenn weniger Pflichtwochenstunden erforderlich sind. So entwickelt ihr an einer Uni eine eigenständige Arbeitsweise und die Fähigkeit, euch selbst zu motivieren. Das stärkt das unabhängige Denken und das eigenverantwortliche Verfolgen von Zielen. Gerade diese Eigenschaften qualifizieren Uniabsolventen, zum Beispiel für Managementfunktionen. Die Universitäten bieten zudem Gelegenheit für umfangreiche Forschungsaktivitäten. Schon während des Studiums könnt ihr euch an der Uni im Rahmen von Studienarbeiten und der Abschlussarbeit an wissenschaftlichen Projekten beteiligen. Und eine Promotion bietet euch die Möglichkeit, weiter intensiv an aktuellen Themen zu forschen. Wenn ihr eure Zukunft also in Lehre und Forschung seht, dann seid ihr an der Universität gut aufgehoben.
Nah an der Praxis: das Studium an der Fachhochschule
Die Ausbildung an Fachhochschulen hat – im Vergleich zum Studium an der Uni – einen stärkeren Praxisbezug. Dieser wird noch dadurch gesteigert, dass neben den mathematischen Inhalten auch andere wichtige Themenfelder wie Informatik, Wirtschaft oder Recht behandelt werden. Dieses zusätzliche Know-how macht mathematische Kenntnisse leichter anwendbar und führt hinein in die Arbeitswelt. Die einzelnen Schwerpunkte unterscheiden sich dabei von Fachhochschule zu Fachhochschule.
Gemein ist den Fachhochschulen jedoch, dass das Studium straffer organisiert ist. Das ermöglicht kürzere Studienzeiten. Dafür lässt das Studium dem einzelnen Studierenden weniger Wahlmöglichkeiten. Aber studienbegleitende Praxiserfahrungen, auch über mehrere Semester hinweg, geben euch als Studierenden schon frühzeitig Orientierung für eure Berufswahl. Der relativ neue Studiengang Mathematik wird jedoch bisher nur an vergleichsweise wenigen Fachhochschulen in Deutschland angeboten.
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