Du kannst mehr Mathe, als du denkst: Hochschulabschlüsse im Fach Mathematik

Springen Sie direkt Textanfang zur Suche


Du kannst mehr Mathe als du denkst


Hochschulabschlüsse im Fach Mathematik

Außer auf Lehramt kann man Mathematik mit Master-, Bachelor- und Diplomabschluss studieren. In seltenen Fällen gibt es auch noch den Magisterstudiengang. Magister- und Diplomstudiengänge werden nach 2010 abgebaut. Die kompakteren Bachelor- und Masterabschlüsse sind im so genannten Bologna-Prozess für einen einheitlichen europäischen Hochschulraum beschlossen worden.

Wenn ihr Mathematik studieren wollt, dann könnt ihr zwischen verschiedenen Abschlüssen wählen – und damit auch zwischen verschiedenen Berufswegen. Ein genauer Blick auf die möglichen Studienabschlüsse lohnt sich dabei gerade jetzt, denn die Hochschullandschaft in Deutschland ist in Bewegung: Die Abschlüsse werden international besser vergleichbar gemacht. Dies geschieht im Rahmen des so genannten Bologna-Prozesses, der Bachelor und Master zum Standardabschluss macht.

Bologna-Prozess – "Viele Länder - ein System"

Der Ursprung dieser Entwicklung liegt einige Jahre zurück. Am 19. Juni 1999 unterzeichneten 29 Staaten die Bologna-Erklärung zur Einrichtung eines einheitlichen europäischen Hochschulraums. Seitdem wird in den beteiligten Ländern ein System eingeführt, das unter anderem die Hochschulabschlüsse verständlicher und besser vergleichbar macht. Ein weiteres wichtiges Ziel ist die Einführung eines zweistufigen Studiensystems – mit den Abschlüssen Bachelor und Master. Es soll unter anderem die Qualität der akademischen Ausbildung verbessern, fördern und die Mobilität der Studenten.

Bachelor & Master

Mit den neuen Abschlüssen Bachelor und Master wurde die internationale Vergleichbarkeit von akademischen Titeln vorangebracht. Im Zuge des Bologna-Prozesses sollen die neuen Abschlüsse flächendeckend in ganz Deutschland angeboten werden. Schon heute kann man sich an vielen Hochschulen als Studienanfänger nur noch für ein Bachelorstudium einschreiben. Dieses ist auf sechs bis sieben Semester ausgelegt. Mit dem Bachelortitel erlangt man einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss – und dies deutlich schneller als bei bisherigen Studiengängen. Der Master baut auf dem Bachelor auf und führt zum Mastertitel, der den akademischen Nachwuchs für die wissenschaftliche Arbeit qualifiziert.

Magister

Bachelor und Master ersetzen bis 2010 die Studienabschlüsse Magister und Diplom. Dabei spielte der Abschluss Magister bisher im Bereich der Mathematik ohnehin eine eher untergeordnete Rolle. Denn Magisterstudiengänge findet man zumeist in den Geisteswissenschaften. An einigen wenigen Universitäten kann man aber Mathematik als Magisterfach wählen: ein eher wenig genutztes Angebot, das im Rahmen der Umstellung auf Bachelor- und Masterstudiengänge ausläuft.

Diplom

Das Diplom stellt den klassischen Studienabschluss eines Mathematikstudiums dar. Für diesen Abschluss ist eine Regelstudienzeit von neun bis zehn Semestern vorgesehen. Das Grundstudium wird nach vier Semestern mit dem Vordiplom abgeschlossen. Dies ist gleichbedeutend mit der Zulassung zu Prüfungen des Hauptstudiums. Nach dem Abschluss des Grundstudiums gestalten die Studierenden ihr Studium weitgehend selbstbestimmt, da sie weniger Pflichtwochenstunden absolvieren. Dies stärkt die eigenverantwortliche Arbeitsweise und selbstständiges Denken.

Lehramt

Wenn ihr Lehrerin oder Lehrer werden wollt, dann ist das Staatsexamen der Abschluss, den ihr anstreben müsst. Allerdings wird auch dieser Studiengang in Zukunft durch den Bachelor und Master ersetzt, so dass es zurzeit alle drei Varianten gibt. Das Lehramtsstudium mit Staatsexamen unterscheidet sich dabei deutlich von den anderen genannten Möglichkeiten, sich an einer Hochschule der Mathematik zu widmen. Denn neben dem Fachwissen werden auch fachdidaktische Kenntnisse vermittelt. Die Studenten lernen zu lehren. Auch der Weg in den Beruf unterscheidet sich beim Lehramtsstudium von anderen Abschlüssen. Nach dem ersten Staatsexamen folgt die praktische Ausbildung als Referendar in der Schule. Darauf folgt das zweite Staatsexamen. Bei Studienbeginn müsst ihr jedoch schon eine grundsätzliche Entscheidung treffen. Denn je nach genauem Berufsziel - ob man nun zum Beispiel eher an einer Grundschule oder am Gymnasium unterrichten möchte – gibt es für jede Schulform verschiedene Studiengänge.

Unterschieden wird je nach Schulform zwischen Lehramt für Gymnasien, Haupt-, Real-, Grund- und Berufsschulen. Die Anforderungen an die einzelnen Studiengänge unterscheiden sich dabei nicht nur je nach Schulform, sondern auch von Bundesland zu Bundesland. Über Details zum Studium solltet ihr euch daher an den Hochschulen informieren, an denen ihr euch einschreiben wollt. Dies gilt besonders im Hinblick darauf dass die einzelnen Hochschulen bei der Umsetzung des Bologna-Prozesses ihre eigenen Wege gehen. Informationen erhaltet ihr bei den Prüfungsämtern der einzelnen Unis.


Springen Sie direkt: zur Hauptnavigation zum Seitenanfang