Spezialisieren geht über Studieren
Alle Studentinnen und Studenten, die sich schon früh fachlich spezialisieren wollen, suchen sich ergänzende Fächer wie Informatik, Physik oder Wirtschaft. Viele Hochschulen haben außerdem die Studiengänge Techno-, Wirtschafts- oder Finanzmathematik im Programm. Die Kombination von Mathematik und Biowissenschaften ist ebenfalls beliebt. Das Angebot ist also groß - aber nicht unüberschaubar.
Mathe trifft Technik: Technomathematik
Wer von euch sich früh praktisch orientieren möchte, sollte sich zum Beispiel den Studiengang "Technomathematik" näher anschauen. Dort wird Anwendung und Praxis im Stundenplan mehr Platz eingeräumt. Oft ist Informatik als Pflichtfach sowie ein weiteres Wahlpflichtfach aus den Ingenieurwissenschaften vorgesehen. Technische Fächer wie Maschinenbau, Energietechnik, Vermessungswesen oder Informationstechnik schaffen durch ihren Praxisbezug schon im Studium ideale Voraussetzungen, damit ihr im späteren Berufsalltag mathematische Verfahren auf konkrete Probleme anwenden könnt. Technomathematik kann man unter anderem an den Unis Bayreuth, Bremen, Nürnberg und Hamburg studieren.
Für Planer und Organisatoren: Wirtschafts- und Finanzmathematik
Auch Wirtschaftsmathematik und Finanzmathematik kann man als eigenständigen Studiengang belegen, meist ergänzt durch ein Fach aus den Wirtschafts- oder Sozialwissenschaften. Fächer wie BWL und VWL oder neue Studienbereiche wie "Operation Research" qualifizieren Wirtschaftsmathematiker für Aufgaben in Planung und Organisation. Der Studiengang "Wirtschaftsmathematik" wird unter anderem an den Unis Bielefeld, Erlangen-Nürnberg sowie an der TU Kaiserslautern angeboten. "Finanz- und Wirtschaftsmathematik" findet ihr unter anderem an der TU Braunschweig und der TU München. Eine Kombination aus Techno- und Wirtschaftsmathematik bietet übrigens die TU Berlin an.
Mathe von morgen: Biowissenschaften und Biomathematik
Sehr beliebt bei Studierenden ist auch die Verbindung von Mathematik und Biowissenschaften. Grund dafür ist die zunehmende Bedeutung der so genannten Lebenswissenschaften oder "Life Sciences", der Molekularbiologie, der Biotechnologie und der so genannten Genomik, der Genomforschung an Mikroorganismen. Dabei steht Mathematik den Biowissenschaften erfolgreich zur Seite. Ziel ist es, neue mathematische Techniken und Verfahren zu entwickeln, die das Zusammenspiel von Biologie und Mathematik erleichtern. Dazu gehört die Analyse der Biomechanik von Geweben oder Tumoren. Das Fach "Biomathematik" bieten die Universität Greifswald und die Fachhochschulen Koblenz und Görlitz an.
Alternativen: Fernstudium und besondere Studiengänge
Zu den schon genannten Schwerpunkten und Kombinationen gibt es noch weitere Alternativen. So bietet die Fernuniversität Hagen die Möglichkeit, Mathematik mit Bachelor-, Master- oder Diplomabschluss zu studieren. Ein Fernstudium ist für alle interessant, die zum Beispiel durch eine Arbeitsstelle ortsgebunden sind oder sich die Studienzeit frei einteilen wollen. An der Fernuni gibt es auch den Zusatzstudiengang "Master Mathematik – Methoden und Modelle" der als Ergänzung für Lehrerinnen und Lehrer an Gymnasien gedacht ist. Zu den weiteren neuen Studienangeboten gehören "Mathematical Engeneering" an der Uni Duisburg-Essen, "Network Computing" an der Bergakademie Freiberg und der neue Masterstudiengang "Scientific Computing" an der FU Berlin.
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