LISA UND XIN
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Als Lisa Li im Herbst 2007 ihrer Hausarbeit die zweite Runde des Bundeswettbewerbs Mathematik gewann, da kam der Name der 13-Jährigen aus Münster dem einen oder anderen Jurymitglied irgendwie bekannt vor. Die Verantwortlichen schauten nach und fanden den Grund dafür: 2004 gewann ihr neun Jahre älterer Bruder Xin das Finale des Bundeswettbewerbs. Während sie noch in die Schule geht - sie besucht die 9. Klasse - hat Xin inzwischen seine Doktorarbeit in Mathematik begonnen, mit gerade mal 22 Jahren.
Nicht nur die Begeisterung für Mathematik haben die Geschwister gemeinsam, beide spielen auch leidenschaftlich gern Tischtennis. An der Mathematik schätzen sie allerdings unterschiedliche Dinge. Xin beschäftigt sich in seiner Promotion mit Geometrie, Lisas Lieblingsbereich ist die Algebra. Am meisten mag sie an der Mathematik, dass es immer nur ein richtig oder falsch gibt. Xin schätzt hingegen die Vielfältigkeit der Disziplin. "Mathematik ist alles andere als trocken" sagt Xin. "Um mathematische Probleme zu lösen, muss man nicht nur sehr genau sein, sondern auch kreativ. Und diese Eigenschaften, Genauigkeit und Kreativität, kommen einem im Alltag zugute."
Und genau darum, um die Kreativität beim Lösungsansatz und die Genauigkeit bei der Lösung, geht es auch beim Bundeswettbewerb Mathematik. In die Finalrunde im Februar, die aus einstündigen Fachgesprächen der qualifizierten Teilnehmer mit Mathematikern besteht, geht Lisa als eine Mitfavoritin. Aufgeregt wird sie nicht sein, ihr Bruder Xin kann ihr ja aus eigener Erfahrung erzählen, wie alles ablaufen wird.
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